Laden

Online-Texte, die im Internet gefunden werden sollen, benötigen eine SEO-Optimierung. Gelingt es Ihnen mit SEO-optimierten Texten, eine Top-Position in den Suchergebnissen zu erobern, können Sie sich über regelmäßige Seitenbesuche freuen. Hier erfahren Sie, wie Sie in fünf Schritten einen gelungenen SEO-Text verfassen.  

SEO-Texte sind Webtexte, die auf ein gutes Ranking (= Position in den Suchergebnissen) abzielen. Sie werden für Menschen geschrieben, die im Internet Informationen zu einem konkreten Problem suchen. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) verfolgt dabei das Ziel, die einzelnen Unterseiten einer Website mit passenden Keywords auszustatten und zu beschlagworten, damit Suchmaschinen diese verstehen, in einem Verzeichnis einordnen und bei entsprechenden Suchanfragen ausspielen können. Trifft hierbei der bereitgestellte Content die tatsächliche Suchintention („search intent“) der Userin oder des Users, erreicht die Website gute Platzierungen (Seite 1) in den Suchergebnissen (SERPs).

Neben dem Einsatz von Keywords gibt es auch andere SEO-Bausteine, die Sie berücksichtigen können: Aufbau und Struktur des Textes, Meta-Description, Alternative-Tags für die Bildbeschreibung oder Backlinks, also Link-Verweise anderer Websites auf Ihren Content. Diese Bausteine werden als Rankingfaktoren bezeichnet – je mehr der insgesamt rund 200 Rankingfaktoren berücksichtigt werden, desto zuverlässiger werden sich Ihre Bemühungen in den Key-Performance-Indicators (KPIs, deutsch: Leistungskennzahlen) widerspiegeln.

Keywords und Suchintention

Hinter jedem Keyword steht eine bestimmte Suchintention („search intent“), die von der Suchmaschine mithilfe von Algorithmen in der Regel richtig erraten wird. Suchintentionen lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen:

  • Know-Suche (informationsorientierte Suchbegriffe): In diese Kategorie fallen Suchanfragen, bei denen Userinnen und User etwas Bestimmtes wissen möchten. Das kann beispielsweise die Einwohnerzahl der Stadt Wien sein. Die gewünschte Information wird bei einfachen Fragen (auch Know-Simple-Suche) in einem eigenen Kasten oberhalb der normalen Suchergebnisse präsentiert. Die Suchanfrage kann zudem durch ein Featured Snippet, den Text-Auszug eines Artikels, beantwortet werden. Informationsorientierte Suchbegriffe sind die häufigsten Suchanfragen mit einem Anteil von 50 % bis 70 %.
  • Do-Suche (transaktionsorientierte Suchbegriffe): Auf diese Kategorie von Suchanfragen folgt eine bestimmte Handlung am Ende der Recherche. Eine Person möchte beispielsweise ein bestimmtes Produkt kaufen, ein Musikvideo anschauen oder eine App herunterladen.
  • Go-Suche (navigationsorientierte Suchbegriffe): Diese Suchanfragen dienen der Hilfe bei der Navigation und zeigen an, dass ein bestimmter Ort beziehungsweise der Weg dorthin gesucht wird. Navigationsorientierte Suchbegriffe beziehen sich auch auf Inhalte im Netz, wenn beispielsweise eine bestimmte Website gesucht wird.

SEO-Texte schreiben: 5 Schritte

1. Schritt: Fokus-Keyword definieren

Die Arbeit an einem SEO-optimierten Online-Text beginnt mit der Suche nach einem passsenden Keyword:

Wenn Sie sich für ein Fokus-Keyword entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen Short-Tail-Keywords (1-2 Wörter) und Long-Tail-Keywords (ab 2 Wörtern, auch Frage-Sätze). Short-Tail Keywords zeichnen sich durch ein hohes Suchvolumen (monatliche Suchanfragen für einen bestimmten Begriff) und einer hohen Konkurrenz im Netz aus. Außerdem ist hier die Suchintention nicht immer eindeutig: Das Keyword „Italien“ kann sowohl eine informations-, transaktions-, als auch navigationsorientierte Suchintention darstellen.

In vielen Fällen ist es daher zielführender, sich für ein Long-Tail-Keyword zu entscheiden. Diese werden zwar seltener in der Suchmaschine eingegeben, bieten jedoch bessere Chancen für ein gutes Ranking und echte Seitenbesucherinnen und -besucher, die nicht gleich wieder abspringen (Bounce Rate, Absprungrate), sofern Ihr Content nicht den konkreten Bedürfnissen der Userin oder des Users entspricht. Das Fokus-Keyword für den vorliegenden Text lautet „SEO Texte schreiben“.

Worauf Sie im Rahmen Ihrer Keyword-Recherche sonst noch achten können, erfahren Sie im Beitrag: „SEO: So gelingt die Keyword-Recherche“.

2. Schritt: Best Practice: Die ersten Suchergebnisse analysieren

Spätestens jetzt sollten Sie sich einen Überblick zum vorhandenen Content-Angebot für das jeweilige Thema im Netz verschaffen. Hierbei sollten Sie sich die Frage stellen, warum diese Artikel gute Platzierungen (beispielsweise die ersten fünf organischen, also unbezahlten Suchergebnisse) in den Suchergebnissen erzielen und wie die gesuchten Informationen darin aufbereitet werden.

Achtung: Wer andere imitiert, verliert seine eigene Orientierung. Versuchen Sie herauszufiltern, was die Konkurrenz gut macht. Kombinieren Sie die gewonnen Erkenntnisse mit einer neuen Herangehensweise und fügen Sie Ihrem Content neue Elemente hinzu (zum Beispiel: Visual Content, Interviews, neue Perspektiven auf das Thema).

Ein Glückstreffer: Vielleicht gelingt es Ihnen, über ein Thema zu schreiben, wonach gesucht wird, aber zu dem noch kein entsprechendes Angebot im Netz zu finden ist. Ihre Pionierarbeit wird rasch mit vielen Seitenaufrufen belohnt werden.

3. Schritt: Die gelungene Online-Recherche

Jede Online-Recherche ist mit einer bestimmten Herausforderung verbunden: Wie lässt sich aus einer unüberschaubar großen Menge an Information die beste und vertrauenswürdigste herausfiltern? Um Fallstricke im Zuge der Recherche zu vermeiden, sollten Sie möglichst systematisch arbeiten und folgende Punkte beachten:

  • Verschiedene Suchbegriffe verwenden: Geben Sie im Rahmen Ihrer Recherche möglichst verschiedene sinnverwandte Begriffe oder Synonyme in die Suchleiste ein. Verwenden Sie dabei auch Suchoperatoren, mit denen Sie Ihre Suche verfeinern können. Zu guter Letzt sollten Sie organische Suchergebnisse (keine bezahlten Anzeigen) bevorzugen und auch die hinteren Ergebnisseiten durchklicken. Neben Google können Sie außerdem auch andere Suchmaschinen im Zuge Ihrer Recherche einsetzen.
  • Inhalte kritisch bewerten: Um seriöse Inhalte rasch von unseriösen unterscheiden zu können, ist es hilfreich, grundlegende W-Fragen in Bezug auf den Inhalt zu stellen. Überprüfen Sie beispielsweise, wer für eine Website beziehungsweise wer für den jeweiligen Artikel verantwortlich ist. Auch die Aktualität der Internetquelle (Veröffentlichungsdatum) ist für viele Themengebiete von hoher Relevanz.
  • Quellen dokumentieren: Um in Zweifelsfall Informationen überprüfen zu können, können Sie die verwendeten Suchbegriffe sowie relevante Links und PDFs mit einem Datum notieren und in einem Word-Dokument speichern.

Näherer Informationen darüber, wie Sie beim Recherchieren im Netz vorgehen können, erfahren Sie in unserem Beitrag „Corporate Blog: Tipps für eine gute Recherche“.

4. Schritt: Struktur und Verlinkung

Lassen Sie sich Zeit beim Formulieren der Zwischenüberschriften. Diese sollten:

  1. SEO-optimiert sein, daher auch Keywords enthalten
  2. möglichst konkret klarmachen, was die Leserschaft in Bezug auf den Absatz erwarten kann, und
  3. logisch aufgebaut sein.

Platzieren Sie Absätze mit zentralen Informationen zum Thema beziehungsweise zum Kernproblem nach Möglichkeit weit oben im Text. Die Online-Welt ist ungeduldig: Findet eine Person nicht mit wenigen Blicken die versprochene Information, wird sie höchstwahrscheinlich die Seite schließen und weitersuchen.  Die Folge: Eine höhere Bounce-Rate und eine schlechtere User Experience. Die Suchmaschine berücksichtigt das bisherige Verhalten der Userin oder des Users, wenn es darum geht, diesen Artikel ein zweites Mal bei exakt demselben Suchbegriff auszuspielen.

Überschriften (H1, H2, H3, H4, H5) sollten im Sinne eines logischen Aufbaus hierarchisch strukturiert sein. Schenken Sie außerdem der internen Verlinkung Ihre besondere Aufmerksamkeit: Wenn Sie bereits Artikel auf Ihrer Website oder Ihrem Blog veröffentlich haben, versuchen Sie, auf diese zu verlinken und vice versa.

5. Schritt: Einen Online-Text verfassen

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollte Ihnen klar sein, für welche Zielgruppe Sie schreiben. Denn davon hängt ab, ob Sie Ihre Leserschaft mit einem höflichen „Sie“ oder einem amikalen „Du“ ansprechen wollen. Berücksichtigen Sie Ihre Zielgruppe hinsichtlich der Wortwahl und des Schreibstils. Wenn Sie ein fachspezifisches Thema für ein breit gestreutes Publikum abhandeln, können Sie Fachbegriffe und Fremdwörter gerne näher erläutern. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Beitrag „Personas: So verleihen Sie Ihrer Zielgruppe Charakter“.

Für die Textproduktion ist das Hamburger Verständlichkeitsmodell nach wie vor richtungsweisend. Das Konzept beschreibt Regeln für einen klar verständlichen Text und empfiehlt beispielsweise möglichst kurze Sätze. Passivkonstruktionen, Nominalstil (Substantivierungen) und lange Schachtelsätze sollten Sie hingegen vermeiden, da sie den Text häufig komplizierter machen als notwendig.

Nachdem Sie die erste Rohfassung Ihres SEO-Textes geschrieben haben, beginnt die Überarbeitung. Mithilfe von Korrekturschleifen nach dem 4-Augenprinzip gewinnen Texte so gut wie immer an Qualität.

SEO Texte schreiben: Tools und Hilfsmittel

SEO-Texte können Sie prinzipiell auch ohne Tools und Hilfsmittel schreiben – abgesehen von Informationen, die Sie direkt von einer Suchmaschine beziehen können (zum Beispiel bei Google: „Verwandte Suchanfragen“, bei Bling: „Ähnliche Suchvorgänge“). Dabei verzichten Sie jedoch auf wichtige Einblicke wie zum Beispiel Suchvolumen, Konkurrenz, erweiterte Keyword-Vorschläge, WDF*IDF-Analysen (Termgewichtungsanalysen, Verteilung themenrelevanter Begriffe innerhalb eines Textes), User-Metrik. Insbesondere wenn Sie Ihren Content in einem laufenden Prozess optimieren wollen, benötigen Sie die Hilfe spezialisierter Online-Tools:

Kostenlos:

  • Free Keyword Generator: Das kostenlose Online-Tool eignet sich für die Keyword-Recherche.
  • Google Search Console: Die Search Console ist nach wie vor das Nonplusultra für die SEO-Optimierung einzelner Texte, die sich auf einer Website befinden. Analysiert wird hierbei der Traffic (Seitenbesucher) Ihrer Website beziehungsweise auch andere wichtige KPIs. Diese Daten erlauben Rückschlüsse auf Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten.
  • Google Ads: Das Tool richtet sich in erster Linie an Personen, die Anzeigen schalten beziehungsweise Suchmaschinenwerbung (SEA) betreiben wollen. Darüber hinaus können Sie mit dem Keyword-Planner Schlüsselbegriffe recherchieren.

Kostenpflichtig:

  • com: Mit Ryte können Sie Ihre Website analysieren, Schwachstellen identifizieren und die User Experience verbessern. Für eine umfassende SEO-Arbeit bietet Ryte außerdem die Möglichkeit, die beiden Google-Tools Search Console und Analytics zu implementieren.
  • de: Sistrix bietet anschauliche Analysen in Bezug auf die gesamte Website im Verhältnis zu konkurrierenden Websites.
  • com: Das Online-Tool bietet semantische Textanalysen für Web-Inhalte (WDF*IDF-Analysen) und zeigt an, welche wichtigen Schlüsselbegriffe in einem Text vorkommen sollten. Somit eignet sich Seolyze insbesondere für die textliche Optimierung des bestehenden Contents.

SEO-Texte optimieren: ein laufender Prozess

Sie haben Ihren SEO-optimierten Text veröffentlicht? Sehr gut. Nun beginnt allerdings der zweite Teil der Suchmaschinenoptimierung: die Beobachtung (Monitoring) und Optimierung Ihres Contents. Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass sich Userinnen und User für einen bestimmten Aspekt Ihres bereitgestellten Contents interessieren, sollten Sie sich überlegen, diesen Aspekt näher zu behandeln. Überarbeitungen und Content-Pflege – beispielsweise für sogenannten „Evergreen-Content“, der kaum an Aktualität verliert – sind wichtige Eckpfeiler der Suchmaschinenoptimierung und sorgen für die Traffic-Steigerung. SEO-Arbeit ist daher, wie jede Optimierung, ein laufender Prozess ohne Deadline. Denn die Konkurrenz schläft nicht.

 

Bildquelle: pixabay.com

Teilen auf:

Wer „Cookies“ hört, denkt erstmal an duftende Backwaren frisch aus dem großmütterlichen Ofen. Bei den Keksen im Internet sind Schokolade und Nüsse allerdings Fehlanzeige. Stattdessen handelt es sich bei den beliebten „Third Party Cookies“ um Funktionen, die Drittanbietern Aufschluss zum Userverhalten geben. Derzeit wird jedoch das sogenannte „Ende der Cookie-Ära“ prophezeit und wirft die Frage auf, wie Marketing ohne Third-Party Cookies aussehen wird.

Beginnen wir doch am Anfang. Kurz und knackig handelt es sich bei Cookies um einen Datensatz, der verwendet wird, um Userinnen und User einer Website zu identifizieren. Es wird generell zwischen First-Party Cookies, die von der besuchten Webseite selbst verwaltet werden, und Third-Party Cookies unterschieden. First-Party Cookies können in zwei Kategorien unterschieden werden: Notwendige Cookies sind essenziell, um die grundlegende Funktionstüchtigkeit einer Website zu gewährleisten. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass die Daten im Warenkorb nicht verloren gehen oder Einstellungen der Sprache gespeichert werden. Funktionale Cookies erhöhen im Gegensatz dazu die Usability für die Nutzerin und den Nutzer, indem sie beispielsweise über mehrere Besuche hinweg auf der Seite eingeloggt bleiben.

Bei Third Party Cookies, auf Deutsch „Drittanbietercookies“, ist das Prinzip dasselbe. Auf dem Rechner wird gespeichert, wer eine bestimmte Website besucht hat. Als Unterschied zu den regulären Cookies werden diese aber nicht vom Website-Eigentümer gesetzt, sondern von Drittanbietern. Zu kompliziert?

Keine Sorge, rollen wir das Feld von ganz hinten auf: Eine Websitebetreiberin oder ein Websitebetreiber hat beispielsweise die Möglichkeit, Teile seiner Webpräsenz als Werbefläche zu verkaufen. Großteils kaufen diese Werbeplätze sogenannte Netzwerke, die die Anzeigen individuell und personenbezogen auf Seiten platzieren können. Für Endnutzerinnen und Endnutzer heißt das also konkret: Wenn sich jemand ganz besonders für Fotografie interessiert und einschlägige Websites dazu besucht, dann kann das Werbenetzwerk dieser Person genau auf sie zugeschnittene Werbung beispielsweise für Kamerazubehör ausspielen. Genau dafür wurden die Drittanbieter-Cookies bisher benötigt – das Verhalten der Personen im Netz verrät nämlich viel über deren Interessen und Konsumverhalten.

Welche Daten sammeln Third-Party-Cookies?

Third-Party-Cookies erlauben über die Identifikation einer Nutzerin oder eines Nutzers beispielsweise folgende Informationen zu ermitteln:

  • Demographische Daten wie zum Beispiel das Alter, das Geschlecht oder den Standort
  • Besuchte Webseiten und Unterseiten…
  • …woraus zudem auch Interessensprofile gebildet werden können.

Die Kontroversen rund um Third-Party-Cookies würden darauf schließen lassen, dass die Userin oder der User aus dieser Methode des sogenannten „Nutzertargetings“ nur Nachteile zieht. So einfach ist das allerdings nicht. Denn obwohl Cookies datenschutzrechtlich umstritten sind, profitiert die Nutzerin oder der Nutzer auch von den Vorteilen maßgeschneiderter Werbung. Sind wir doch ehrlich: Wer hat noch nie etwas gekauft, weil dafür Werbung auf den sozialen Medien gemacht wurde? Viele Webinhalte werden zudem nur durch Werbung ermöglicht. Ein gänzliches Blockieren von Werbeanzeigen ist der Vielfalt des Internets daher nicht zuträglich.

Gleichzeitig können Webseitenbetreiber Werbeplätze wesentlich teurer verkaufen, wenn die Werbung zielgerichtet ausgesteuert werden kann. Das stellt die Überlebensfähigkeit zahlreicher Web-Publikationen sicher, die nicht genug Reichweite hätten, um bei billigeren Werbepreisen überlebensfähig zu bleiben.

Natürlich sollte man dennoch wachsam bleiben, was die Nutzung von Third-Party-Cookies betrifft und sie gegebenenfalls einschränken oder gar verhindern. Es ist ein fließender Übergang von der Bildung von Interessensprofilen über alltägliches Kaufverhalten bis hin zur Identifikation politischen Wahlverhaltens, der sexuellen Orientierung oder ähnlichen Punkten, die höchstpersönliche Lebensbereiche berühren.

Aus einem Urteil des EuGH im Oktober 2019 ging hervor, dass voreingestellte Zustimmungsbanner, die automatisch ihre Einwilligung für die Nutzung von Cookies geben, unzulässig sind. Userinnen und User müssen also Cookies aktiv und freiwillig zustimmen, bevor diese für Werbezwecke verwendet werden dürfen.

Welche Alternativen gibt es für eine cookielose Zukunft?

Nachdem immer mehr Userinnen und User Third-Party-Cookies aus den genannten Gründen blockieren, haben sich Unternehmen rund um die meistgenutzten Browser nun dazu entschlossen, diese endgültig zu verbannen. Grundsätzlich kündigte Google bereits Anfang 2020 an, Third-Party-Cookies im Google-Browser Chrome abzuschaffen. Der „Cookiegeddon“ wurde für 2022 angedacht, inzwischen aber bereits auf 2023 verschoben. Google meinte dazu im März 2021:

„Heute machen wir deutlich, dass wir nach dem Auslaufen von Cookies von Drittanbietern keine alternativen Kennungen erstellen werden, um Einzelpersonen beim Surfen im Internet zu verfolgen, und wir werden sie auch nicht in unseren Produkten verwenden.“

Werbetreibende fordern daher neue Lösungswege, wie das Nutzerverhalten messbar gemacht werden kann. Dazu möchten wir euch dreieinhalb mögliche Wege aufzeigen:

  • Contextual Targeting: Dabei handelt es sich um eine programmatische Targeting-Lösung. Der Content einer Website wird von Anbietern der Werbeflächen gescannt. Dabei geht es sowohl um technische als auch linguistische Aspekte. Kommt etwa auf der Seite ein bestimmtes Wort vor, kann entsprechend Werbung dort platziert werden. Aufgrund dieser Kontext- und Schlagwortanalyse wird Werbung – ohne Nutzerverhalten auszuwerten – in dem richtigen Umfeld ausgespielt. Allerdings ist hier die Relevanz der Nutzerinnen und Nutzer unvergleichlich schlechter als bei tatsächlich individualisierten Nutzerprofilen und die erwartbaren Werbeumsätze entsprechend geringer.
  • Identifier: Bei der ID-Lösung werden anonyme Identifier erstellt. Wenn sich eine Userin oder ein User mit seiner E-Mail-Adresse auf einer Website anmeldet, wird für sie oder ihn ein Identifikations-Code vergeben. Im Internet wird diese Nutzerin oder dieser Nutzer nun anhand der vergebenen ID erkannt und kann so für das Retargeting, also das zielgerichtete Bespielen mit Werbeinhalten auch auf anderen Webseiten, genutzt werden. Die Daten sind datenschutzkonform und verschlüsselt, und können sowohl offline als auch online miteinander verknüpft werden.
  • Facebook-Pixel-Lösung: Facebook ist bisher die einzige Plattform, die bereits eine Lösung aufbereitet hat. Für uns ist sie allerdings nur eine halbe Lösung, denn es ändert sich technisch nicht viel. Der Facebook-Pixel wird einfach als First-Party-Cookie deklariert. Das bedeutet, dass der Cookie dann für den Browser so aussieht, als würde er zu der Website gehören, auf der die Userin oder der User surft. Um DSGVO-konform zu agieren, braucht es dafür allerdings auch eine Einwilligung (Opt-In) vonseiten der Userin oder des Users, dass Daten getrackt werden dürfen.
  • Topics API: Die neusten Cookie-Lösung von Google stammt von Ende Jänner 2022. Dabei handelt es sich um Topics API. Topics ist ein neuer Datenschutz-Sandbox-Vorschlag für interessensbasierte Werbung. Der Browser erstellt wöchentlich für jede Nutzerin und jeden Nutzer Themenprofile wie „Fitness“ oder „Reisen“, die für diese Woche aufgrund ihres Browserverlaufs relevant sind. Beim Besuch einer Website wählt Topics drei Themen aus – ein Thema aus jeder der letzten drei Wochen, um sie mit der Website und ihren Werbepartnern zu teilen.

Einige Optionen stehen somit schon in den Startlöchern, die Third-Party Cookies nach ihrem Aus 2023 ersetzen werden. Ähnlich wie die sich ändernden Bedingungen, die früher zu Cookie-basierter Werbung geführt haben, werden also auch hier Lösungen gefunden werden, wie Marketing in einer neuen Ära zielgerichtet funktionieren kann.

Bildquelle: Dusan Petkovic – Adobe Stock

Teilen auf:

Sie arbeiten gerade an einem Blog oder einer Webseite für Ihr Unternehmen und möchten, dass Ihre Inhalte auch die richtige Zielgruppe erreichen? Wenn der Begriff „Persona“ im Content Marketing noch ein Fremdwort für Sie ist, dann kann dieser Beitrag Ihnen helfen, ihre Zielgruppe besser auszuarbeiten.

Das Marketing Ihres Unternehmens soll einen Mehrwert für potenzielle Kundinnen und Kunden bieten. Inhalte, die Ihre Zielgruppe nicht interessieren, werden nicht konsumiert. Das Marketinginstrument „Persona“ – also ein fiktiver Mensch, der Ihre typische Kundin oder ihren typischen Kunden repräsentiert – kann hilfreich sein, die Bedürfnisse derselben zu eruieren. Diese Zielgruppen-Prototypen werden für das gesamte Aufgabengebiet des Content Marketing verwendet, beispielsweise also für die Erstellung von Websiteinhalten, Bewerbungen oder zur Erstellung neuer Content-Konzepte. Aufgrund des breitgefächerten Anwendungsfeldes konzentrieren wir uns hier auf ihren Nutzen für zielgerichtete Erstellung von Blogbeiträgen und ansprechenden Website-Content.

Wozu dienen Personas?

Wer Menschen erreichen möchte, braucht Personas.  Sie sind fundamental für kundenzentriertes Arbeiten und dienen als Sprachrohr der Bedürfnisse, Wünsche und Ängste der Zielgruppen. Sie bilden die Grundlage für eine gelungene Content Strategie und schaffen eine gute Basis für Briefing-Gespräche mit Agenturen, für weitere Marketing-Schritte und Strategien und für die Auswahl der Distributionskanäle und Content-Arten. Anhand ihres Vorbildes können Sie Inhalte maßgeschneidert anfertigen lassen.   Besonders zu Beginn eines Projekts oder bei einem Relaunch schaffen Sie anhand Personas ein einheitliches Verständnis der Zielgruppe im Team, das als Grundlage für jedes weitere Vorgehen dient.

Auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung eines Produktes sind Personas ideal geeignet, da durch neue Produkte auch neue Personas entstehen können. Die Kommunikationstrategie ihres Unternehmens muss daher an die veränderte Zielgruppe angepasst werden.

Betrachten Sie daher die Schaffung von Personas nicht als eine Reise mit einem Anfang und einem Ende. Es ist ein Prozess, der immer wieder optimiert werden muss.

So erstellen Sie eine Persona

Content Marketing benötigt genau definierte Personas. Egal ob Sie selbst für Ihren Blog oder Ihre Webseite texten wollen oder eine Agentur beauftragen: Personas gehören zu einer guten Content Marketing Strategie dazu. Mit dieser Anleitung finden sie Schritt für Schritt die passende Persona oder die passenden Personas für ihr Unternehmen:

Schritt 1: Skizzieren Sie ihre Zielgruppe

Idealerweise werden Zielpersonen von jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Unternehmen definiert, die viel Kundenkontakt haben. Sie kennen die Wünsche und Sorgen der Kundinnen und Kunden am besten. Daher ist es empfehlenswert, wenn Sie nicht selbst im direkten Kontakt mit Ihrer Kundschaft stehen, sich von diesen Kolleginnen und Kollegen Unterstützung zu holen.

Stellen Sie sich nun gemeinsam Ihre Zielgruppe bildlich vor. Von Ratgebern wird zur besseren Visualisierung empfohlen, aus Bildern in Zeitungen und Magazinen einzelne Körperpartien auszuschneiden und zu einer neuen Person zusammenzusetzen, die ihrer potenziellen Kundin oder ihrem potenziellen Kunden entspricht. Dabei sollten Sie sich am Anfang folgende Fragen stellen:

  • Name: Wie heißt ihre Persona?
  • Alter: Wie alt ist sie?
  • Beruf: Was arbeitet sie? Welche Ausbildung hat sie genossen?
  • Familienstand: Ist diese Persona single oder verheiratet? Hat sie Kinder?
  • Herkunft: Woher kommt sie? Gibt es vielleicht wichtige Hintergrundinformationen?
  • Hobbies: Was für Interessen hat sie?
  • Foto: Wie sieht das äußere Erscheinungsbild ihrer Zielperson aus?

Mit dieser Herangehensweise schaffen sie einen Menschen, eine sogenannte Persona (aus dem Lateinischen: Maske), der die Zielkundschaft ihres Unternehmens verkörpert. Es handelt sich hierbei, um eine fiktive Persönlichkeit, die der anonymen Zielgruppe einen Charakter verleiht.

Wie viele Personas Sie brauchen, hängt von Ihrer Marketing-Strategie, ihrer Zielgruppe und dem jeweiligen Projekt ab. Aufgrund des unterschiedlichen Sprachgebrauchs sowie unterschiedlichen Interessen und Vorlieben müssen Jugendliche in einer anderen Form angesprochen werden als etwa Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer. Daher müssen für diese beiden Personengruppen auch unterschiedliche Personas erstellt werden. Die Devise lautet: „So wenig Personas wie möglich, so viel wie nötig.“. In frühen Phasen der Content Strategie können erste Entwürfe ihrer Zielpersonen schnell für Klarheit sorgen, welche Marketing-Maßnahmen gesetzt werden müssen.

Schritt 2: Definieren Sie die Persona

Sie haben nun Name, Alter, Beruf, Familienstand, Herkunft sowie die Interessen definiert. Im nächsten Schritt analysieren Sie ihre Personas noch näher. Persönliche Eigenschaften und Merkmale von Menschen werden dadurch greifbar. Eine Persona hilft Ihnen zu verstehen, wie die Mitglieder Ihrer Zielgruppe fühlen, denken und handeln. Dabei können Steckbriefe oder Moodboards, bei denen die demographischen Daten durch detailliertere Informationen zur Gefühlswelt ergänzt werden, sehr hilfreich sein.

  • Statements: Wie fühlt und denkt diese Persona? Welche Einstellungen und Werte vertritt sie?
  • Nutzungsverhalten und Kaufprozess: Wie kauft diese Persona ein? Wo informiert sie sich? Welche Suchbegriffe nutzt sie? Wer beeinflusst sie?
  • Erwartungen & Ziele: Was treibt diese Person an? Welche Wünsche und Träume, aber auch Ängste hat sie?
  • Lösungsansätze: Wie können Sie dieser Persona mit Ihren Texten, Produkten und Dienstleistungen helfen?

Für diesen Schritt gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Eine andere Möglichkeit wäre, all diese Fragen als Fließtext aus der Ich-Perspektive zu beantworten. Wichtig ist, dass Sie am Ende zufrieden mit den von Ihnen definierten Personas sind und sie tatsächlich auch für Ihre Kommunikationsstrategie verwenden.

Schritt 3: Der Optimierungsprozess

Verfassen Sie Ihre , Blogartikel, Beschreibungen von Produkten et cetera so, dass sie die geschaffenen Personas ansprechen. Beobachten Sie, wie viele Leserinnen und Leser sich die Beiträge tatsächlich durchlesen und wie lange sie auf der Seite verweilen.

Nach den ersten Beiträgen werden Sie merken, dass sich gewisse Muster herausbilden. Auf Basis Ihrer ersten Beobachtungen können Sie Themengebiete ausschließen oder sogar eine Persona streichen. Durch einen permanenten Optimierungsprozess werden Sie immer wieder Änderungen bei den Personas tätigen müssen.

Egal ob Webtext, Blog, Social Media-Post, Podcast oder Print-Magazin: Nur wer seine strategischen Ziele kennt, kann eine optimale Content-Performance erreichen. Nur Content, der die Bedürfnisse der Leserinnen und Leser stillt, macht auch wirklich Sinn.

Bildquelle: unspalsh.com

Teilen auf:

Der Unternehmens-Blog als Marketing-Mittel lockt potenzielle Kundinnen und Kunden auf Ihre Website. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps, wie Sie eine fundierte Recherche für hochwertige Beiträge durchführen.

Ein Unternehmens-Blog ist ein exzellentes Marketing-Mittel, um Ihr Unternehmen bei potenziellen Kundinnen und Kunden bekannter zu machen und ihm mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.  Denn Unternehmen, die regelmäßig neue Beiträge veröffentlichen, werden von Suchmaschinen mit einem besseren Ranking bei den Suchergebnissen belohnt. So erhöht sich der Traffic, also der Besucherstrom auf der Website – und das laut einer Studie des amerikanischen Marketing-Unternehmens Hubspot um 55 Prozent.

Die Themen, die Sie mit Ihrem Blog behandeln, sollten die Menschen auf Ihre Marke, Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen. Gut recherchierte Blogbeiträge sind hier das A und O. So können Sie sich als Expertin oder Experte auf Ihrem Gebiet positionieren und Kundinnen und Kunden mit Ihrem Wissen zur Seite stehen. Außerdem können Sie mit informativen und unterhaltsamen Blogbeiträgen die Beziehung zu Ihren Kundinnen und Kunden stärken.  Dabei ist es jedoch wichtig in Ihren Texten immer bei den Tatsachen zu bleiben. Wie Sie unseriöse Quellen erkennen und eine faktenbasierte Recherche betreiben, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

 

  1. Das passende Thema finden

Unternehmens-Blogs, oder auch Corporate-Blogs genannt, sind ein wirksames Marketing-Instrument, um mehr Traffic auf Ihre Webseite zu leiten. Die Auswahl der Themen dafür ist vielfältig und individuell gestaltbar. Generell macht es jedoch Sinn, Inhalte, die Ihr Geschäftsfeld betreffen, zu veröffentlichen. Planen Sie vorab, welche konkreten Ziele Sie mit Ihrem Unternehmens-Blog erreichen möchten.

Beispiele:

  • Ein „Service-Blog“ gibt der Leserschaft Zusatzinformationen zu Ihren Dienstleistungen und Produkten.
  • Nutzen Sie Ihren Corporate-Blog primär zu Recruiting-Zwecken, eignet sich etwa ein Fokus auf das „Employer Branding“: Sie können zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrem Blog zu Wort kommen lassen. Diese Form des Blogs ist sowohl für die externe als auch für die interne Kommunikation nützlich, zusätzlich wird Ihr Image als attraktiver Arbeitgeber gestärkt.
  • Möchten Sie Ihre Kundenbeziehungen stärken, eignet sich ein „Customer-Relationship-Blog“.  Hier steht neben der Information die Unterhaltung im Vordergrund.

Anhand ihrer Absicht wählen Sie ein passendes Thema für Ihren Text und grenzen Sie dieses schon vorab ein. So lassen sich für Sie nicht brauchbare Quellen bei der Recherche schneller erkennen und aussortieren. Kontaktieren Sie Expertinnen und Experten, um Ihre Recherche-Ergebnisse bestätigen zu lassen. Interviews eignen sich außerdem als Stilmittel. Bauen Sie O-Töne der Expertinnen und Experten in den Text ein, um ihn menschlicher und seriöser zu machen oder veröffentlichen Sie das geführte Gespräch als Wortlaut-Interview in Form eines Dialogs auf ihrem Corporate-Blog.

 

  1. Richtig suchen

Die Online-Recherche beginnt meist mit einer Anfrage in der Suchmaschine. Jene entscheidet mittels eingegebenen Suchbegriffes, welche Inhalte den Userinnen und Usern angezeigt werden und welche nicht. Wichtig ist es deshalb, die Suchanfrage effizient zu gestalten.

  • Reihenfolge:  Die Reihenfolge der Suchbegriffe spielt eine wesentliche Rolle. Ein Beispiel: Die Suche nach „Paris Hilton“ liefert andere Ergebnisse als die Suche nach „Hilton Paris“. Im ersten Fall zeigt die Suchmaschine Treffer zur bekannten Persönlichkeit Paris Hilton an, während bei zweiterem vor allem Informationen zur Hotelkette Hilton in Paris präsentiert werden.
  • Operatoren: Nützlich für die Online-Suche sind auch sogenannte Suchoperatoren. Hierbei handelt es sich um bestimmte Wörter oder Sonderzeigen, die helfen sollen, die Google-Suche einzuschränken. Durch diese Schlüsselwörter oder -zeichen können Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel nach bestimmten Wortkombinationen suchen oder Wörter ausschließen. Besonders bei mehrdeutigen Wörtern, lässt sich die Suche dadurch vereinfachen. Durch den Operator OR werden zum Beispiel Treffer erzielt, die einen oder beide der gewünschten Begriffe enthalten. Suchen Sie beispielsweise nach „schreiben OR recherchieren“, werden in der Trefferliste nur Ergebnisse angezeigt, die eines oder beide dieser Wörter beinhalten. Anstelle des Operators OR kann auch das Pipe-Zeichen (|) verwendet werden.
  • Anführungszeichen: Wenn Sie bei der Online-Suche Ihren Suchbegriff in Anführungszeichen setzen, erzwingen Sie bei Google eine exakte Suche. Dadurch lassen sich mehrdeutige Suchen verfeinern und Synonyme ausschließen. Sie geben beispielsweise „gut recherchierte Texte“ in die Suchmaschine ein und erhalten in der Trefferliste nur Ergebnisse, die Ihrer Worteingabe haargenau entsprechen. So können Sie bei Ihrer Recherche einfacher nach konkreten Phrasen und Zitaten suchen.

 

  1. Fake News und unseriöse Quellen erkennen

Bei der Online-Suche begegnen Ihnen nicht nur faktenbasierte Inhalte, sondern auch unzählige Falschinformationen, sogenannte Fake News. Sie sollten daher Online-Quellen immer kritisch hinterfragen und Zeit in ihre Überprüfung investieren. Unseriöse Beiträge auf dem Unternehmens-Blog wirken für potenzielle Kundinnen und Kunden schnell unprofessionell und schmälern deren Vertrauen in Ihre Marke. Folgend finden Sie ein paar Anhaltspunkte, die Ihnen helfen, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden:

  • Wie professionell wirkt die Website? Reißerische Überschriften mit grellen Fotos und Rechtschreibfehlern sind selten seriöse Quellen. Auch die restlichen Beiträge auf einer Webseite und deren Aktualität können Auskunft über die Qualität der Website geben.
  • Namen der Autorin/des Autors kontrollieren: Überprüfen Sie die Autorinnen und Autoren der Blog-Beiträge. Anhand deren beruflicher Tätigkeit und Ausbildung lässt sich erkennen, ob die Verfasser der Inhalte qualifiziert sind, um als seriöse Quelle für Ihr Thema herangezogen zu werden. Wird im Text außerdem auf die verwendeten Quellen verwiesen? Prüfen Sie im besten Fall auch diese nochmal, bevor Sie die Quelle für Ihren Blogbeitrag verwenden.
  • Vorsicht auf Social Media: Facebook, Twitter und Co. können eine Vielfalt an Information bieten. Nicht alle dieser Informationen entsprechen jedoch der Wahrheit. Der Filter des Faktenchecks fehlt zumeist, wenngleich sich Netzwerke wie Facebook durch unabhängige Faktenprüfer vermehrt darum bemühen, Falschmeldungen deutlich zu kennzeichnen. Soziale Medien haben dennoch einen Ruf als „Fake News-Schleudern“ und eignen sich daher nur bedingt als seriöse Quellen. Um hier belegte Informationen zu erhalten, sollten Sie besser nur jene Medien, die auch abseits von ihren Social-Media-Kanälen als seriös gelten, für die Recherche heranziehen oder gefundene Informationen noch einmal gegenchecken.

Praxis-Tipp: Qualitätsmedien, Regierungsseiten oder Fachliteratur eignen sich gut als erste Anlaufstelle, um faktenbasiert über ein Thema informiert zu werden. Sollten Sie Schwierigkeiten damit haben, seriöse Quellen online zu finden, ist die Website APA OTS eine gute Rechercheplattform. Hier werden die neuesten Pressemitteilungen sowie aktuelle Informationen aus verschiedenen Rubriken wie Politik, Sport, Kultur oder Wirtschaft veröffentlicht. Über die Suchfunktion der Webseite lassen sich aber auch eigene Suchbegriffe recherchieren. Fachliteratur und wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie auch über Google Scholar. Die Plattform bietet eine große Auswahl an Publikationen in verschiedenen Sprachen, einige davon sind jedoch nur kostenpflichtig erhältlich.

Bildquelle: Sanja – stock.adobe.com

Teilen auf:

In einer digitalen Welt, die stark auf visuelle und auditive Reize setzt, werden sehbehinderte, blinde oder gehörlose Menschen oft ausgeschlossen. Dabei gibt es Untertitel für Videos und Bildbeschreibungen für Fotos, die für Inklusion auf Social Media sorgen. Hier finden Sie einen Überblick über konkrete Tools, die Ihnen dabei helfen, Ihre Postings auf Instagram und Facebook möglichst barrierefrei zu gestalten.

Die Lippen bewegen sich, aber die sprechende Person bleibt stumm. Das perfekt belichtete Instagram-Bild ist plötzlich nichts als ein verschwommener Fleck. Und der kreative Titel wird als eine Kombination von willkürlich zusammengewürfelten Zahlen und Buchstaben angezeigt. Was die meisten sofort an technische Probleme denken lässt, ist für viele Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen der Regelfall auf Social Media.

In Österreich leben über 300.000 blinde und sehbehinderte Personen sowie weitere 460.000, die gehörlos sind oder eine andere Hörbeeinträchtigung haben. Während viele Websites bereits barrierefrei gestaltet sind, bleibt auf Social-Media-Kanälen noch viel Luft nach oben. Und das, obwohl es in den Sozialen Medien ganz besonders wichtig ist, ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Im Idealfall sollen Followerinnen und Follower den Content nicht nur sehen oder hören, sondern ihn auch teilen, liken und kommentieren. Inklusion auf Instagram, Facebook und Co. ist also eine klare Win-Win-Situation für alle.

Mehr Inklusion auf Social Media. So geht’s:

Wollen Sie erreichen, dass auch Menschen mit Behinderungen Teil Ihrer Social Media Community sein können, gestalten Sie Ihre Postings wahrnehmbar, verständlich und für technische Hilfsmittel geeignet. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass vor allem Sehbehinderte sogenannte Screenreader benutzen, die ihnen Texte im Internet vorlesen. Bilder und Grafiken mit Bildbeschreibungen oder Alternativtexten versehen, damit sie der Screenreader lesen kann. Für Videos wiederum eignen sich Untertitel zum Abbau von Barrieren. Social Media-Plattformen bieten oft eigene Tools für Untertitel und Bildbeschreibungen an, manchmal ist es jedoch von Vorteil, auf eine externe App zurückzugreifen.

Untertitel auf Social Media? Auf jeden Fall!

Von Untertiteln profitieren nicht nur Hörbeeinträchtigte, sondern auch das hörende Publikum. Ob unterwegs in den Öffis und die Kopfhörer nicht dabei,am Abend vorm Fernseher nur kurz die Neuigkeiten gecheckt oder eine Lese-Präferenz – 85 Prozent der Videos in den Sozialen Medien werden aus verschiedenen Gründen ohne Ton abgespielt. Da Videos mit Untertiteln demnach eine größere Chance haben, angesehen zu werden, werden sie auch häufiger geteilt.

Untertitel für Instagram erstellen:

Für IGTV können Untertitel automatisch erstellt werden:

  1. Gehen Sie zu Ihren Profil-Einstellungen
  2. Klicken Sie auf „Konto“
  3. In der Option „Untertitel“ können Sie diese nun aktivieren
  4. Öffnen Sie die IGTV-App
  5. Wählen Sie das gewünschte Video sowie den Titel aus
  6. Gehen Sie zu „Erweiterte Einstellungen“. Hier nochmals „Automatisch erstellte Untertitel aktivieren“ auswählen.

Für Instagram Stories gibt es noch kein hauseigenes Tool zum Erstellen von Untertiteln. Alle unten genannten Apps können die Untertitel mittels Texterkennung automatisch erstellen. Diese können auch nachträglich selbst bearbeitet und auf Fehler überprüft werden. Aufgenommen wird direkt im Story-Format:

Die kostenfreie App erstellt Untertitel „live“ beim Filmen, verschiedene Schriftarten können ausgewählt werden. Der Text wird zudem im passenden Rhythmus eingeblendet. Clips besticht besonders durch verschiedene Filterfunktionen, wie zum Beispiel einem Augmented Reality Effekt. Videos können direkt in der App aufgenommen oder aus dem Album hochgeladen und zusammengeschnitten werden.

Die gleichen Funktionen wie bei Clips sind auch bei Clipomatic verfügbar. Die App ist jedoch nur kostenpflichtig erhältlich. Zusätzlich kann hier jedoch im quadratischen Format aufgenommen werden, die Untertitel werden in 40 verschiedenen Sprachen unterstützt.

Mit AutoCap ist auch für Android eine App verfügbar, die Untertitel mittels Spracherkennung automatisch erstellt. Mit einem Abonnement können Sie zusätzlich eine Übersetzungsfunktion nutzen.

Untertitel für Facebook erstellen:

Bei Facebook ist keine App notwendig. Untertitel können nach dem Upload manuell angelegt oder beim Hochladen automatisch erstellt werden.

Für die manuelle Option müssen Sie Ihr Video zuerst transkribieren und in eine SRT-Datei übertragen. Eine SRT-Datei enthält den Videotext mit den entsprechenden Zeitangaben. Das soll darüber Auskunft geben, wann was gesagt wird. Wie Sie eine SRT-Datei erstellen, erfahren Sie hier. Ist diese Vorarbeit erledigt, gehen Sie auf Facebook wie folgt vor:

  1. Wählen Sie Ihr Video zum Hochladen aus.
  2. Wenn es vollständig geladen ist, klicken Sie seitlich auf die Option „Subtitles & Captions“.
  3. Klicken Sie im Menü, das sich öffnet, auf „Hochladen“. Hier können Sie nun Ihre SRT-Datei hochladen.

SRT-Untertitel können auch für Videos, die bereits gepostet wurden, nachträglich hochgeladen werden. Die entsprechende Option finden Sie über die drei Punkte unter dem Video.

Das automatische Erstellen von Untertiteln funktioniert ähnlich:

  1. Wählen Sie Ihr Video zum Hochladen aus.
  2. Sobald es vollständig geladen ist, klicken Sie seitlich auf die Option „Subtitles & Captions“.
  3. Legen Sie im Menü, das sich öffnet, die Videosprache fest.
  4. Klicken Sie darunter auf „Automatisch generieren“.
  5. Wenn die Untertitel von Facebook fertig erstellt wurden, können Sie diese über das Bleistift-Symbol bearbeiten.

Bildbeschreibungen & Alternativtexte. So geht’s:

Blinde Menschen benutzen häufig Screenreader, die Schriftliches im Internet vorlesen können. Damit nun Bilder vom Screenreader in Sprache „übersetzt“ werden können, muss ein entsprechender Text vorhanden sein, der beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist. Auch Menschen mit eingeschränkter Sehkraft können den Alternativtext nutzen. Oft ist es auch für sie einfacher, diesen zu lesen, als das Bild in aller Klarheit zu erkennen.

Achten Sie beim Erstellen der Bildbeschreibungen bzw. Alternativtexte auf Social Media darauf, dass Sie im Text nicht abermals auf visuelle Reize setzen (z.B.: „So sieht unser neuer Rucksack aus.“), sondern Sie den Inhalt des Bildes anschaulich und klar beschreiben. Screenreader können auch Emojis übersetzen (z.B. „Person im elektrischen Rollstuhl“). Werden mehrere Emojis hintereinander benutzt, kann dies jedoch schnell verwirrend werden.

Die alternative Bildbeschreibung können Sie dem Posting auf Instagram und Facebook direkt hinzufügen.

Alternativtext für Instagram erstellen:

Instagram generiert mittels Objekterkennungstechnologie Bildbeschreibungen für Screenreader prinzipiell automatisch. Setzen Userinnen und User einen Screenreader ein, kann dieser Bilder automatisch „übersetzen“. Da solche automatischen Beschreibungen aber oft sehr einfach und stichwortartig sind, ist es ratsam, einen benutzerdefinierten Alternativtext zum eigenen Posting hinzuzufügen. Den Alternativtext erstellen Sie bei Instagram direkt im Upload-Prozess, nachdem Sie die gewünschten Filter und Effekte ausgewählt haben. So gehen Sie dabei vor:

  1. Wählen Sie Ihr Bild und bearbeiten Sie es.
  2. Tippen Sie vor dem finalen Upload auf „Erweiterte Einstellungen“
  3. Scrollen Sie hinunter zu „Barrierefreiheit“ und gehen Sie zu „Alternativtext eingeben“
Alternativtext für Facebook erstellen:

Für Facebook gilt ebenso wie für Instagram: Die Social Media-Plattform kann eine Bildbeschreibung für Screenreader mittels Objekterkennungstechnologie automatisch generieren. Wollen Sie sichergehen, dass diese auch wirklich verständlich ist, sollten Sie aber selbst einen Alternativtext erstellen. Klicken Sie dazu einfach auf „Foto bearbeiten“ und wählen Sie „Alternativtext“. Bei bereits geposteten Fotos können Sie den Alternativtext nachträglich über „Optionen“ in der unteren rechten Ecke des Bildes ändern.

Wichtig: Je nach Beeinträchtigung (z.B. Lernschwächen, Farbenblindheit oder Autismus) können neben Untertiteln und Bildbeschreibungen auch andere Maßnahmen notwendig sein, um Barrierefreiheit auf Social Media herzustellen. Inklusion auf Social Media kann zum Beispiel auch bedeuten, Bildtitel in Einfacher Sprache zu formulieren, Emojis und Farben nur sparsam zu verwenden oder auf spezielle Textformate zurückzugreifen.

Bildquelle: WavebreakMediaMicro – stock.adobe.com

Teilen auf:

Sie haben bereits Google Textanzeigen erstellt, um neue Kundinnen und Kunden auf Ihren Online-Shop aufmerksam zu machen? Die ersten Performance-Ergebnisse sind zufriedenstellend, aber Sie fragen sich, ob da noch mehr geht? Dann sind Google Shopping Ads genau das richtige, um potenzielle Kundinnen und Kunden zu finden und Ihre Websitebesuche zu steigern. Aber wie funktionieren Shopping Ads und wie werden sie erstellt? In diesem Blogpost haben wir eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Sie vorbereitet.

Mit Shopping Ads an die Spitze der Suchergebnisse

Mit Google Shopping Kampagnen können die Produkte Ihres Online-Shops in visuell ansprechender Form dargestellt werden. Eine Shopping Anzeige besteht aus dem Produktbild, der Beschreibung und dem Preis des Produktes aus Ihrem Online-Shop. Google gibt dieser Werbeform einen besonderen Platz auf den Suchergebnisseiten – ganz oben und noch vor den Textanzeigen. Somit werden kaufinteressierte Userinnen und User gleich zu Beginn der Suchergebnisseite mit den Bildern des gesuchten Produktes konfrontiert. Wenn hier Ihre Mitbewerberin oder Ihr Mitbewerber einen Schritt voraus ist und Sie derzeit „nur“ Textanzeigen schalten, werden Sie im Nachteil sein. Denn es ist verlockender für die Suchenden direkt mit einem einzigen Klick auf die Bildanzeige im Online Shop ihrer Wahl zu landen, als zu scrollen und nach dem Durchforsten unterschiedlicher Produkt-Texte eine Website auszuwählen.

Wie funktionieren Shopping-Kampagnen?

Shopping-Anzeigen unterscheiden sich deutlich von Textanzeigen – nicht nur in ihrem Erscheinungsbild, sondern auch in der Art der Auslieferung in den Suchergebnissen. Im Gegensatz zu normalen Textanzeigen-Kampagnen beeinflussen Keywords nicht, wie und wo die Anzeigen in Google ausgespielt werden. Die Produktdaten und Informationen des Online-Shops, die im Google Merchant-Center hinterlegt sind, werden verwendet, um die Suchanfrage potenzieller Käuferinnen und Käufer Ihren Anzeigen zuzuordnen, sodass die relevantesten Produkte erscheinen.

Gehen wir den Prozess mit einem Beispiel durch: Eine Userin oder ein User möchte einen Damenparka kaufen. In der Google Suche gibt sie/er daher die Suchanfrage „Damenparka kaufen“ ein. Um der suchenden Person ein bestmögliches Suchergebnis zu präsentieren, spielt die Suchmaschine eine Shopping-Anzeige mit Bild aus. Diese wird sehr prominent, noch vor den Textanzeigen, platziert. Die Userin oder der User sieht nun Produktbilder von Damenparkas in unterschiedlichen Farben, Längen und Preisen aus verschiedenen Online-Shops. Gefällt der/ dem Suchenden ein Damenparka, ist er mit einem Klick auf das Produktbild/ die Anzeige direkt im Online-Shop des Anbieters. Wer hier seine Produkte nicht platzieren kann, hat die Aufmerksamkeit und Kaufbereitschaft der Userin oder des Users verloren. Doch wie werden Shopping-Ads erstellt und welche Produktdaten werden benötigt?

Bevor Sie eine Shopping Kampagne in Ihrem Google Ads Konto anlegen können, müssen Sie die Basis dafür vorbereiten. Die Befüllung des Google Merchant-Centers mit ihren Firmeninformationen und Produktdetails ist ein wesentlicher Bestandteil (Achtung: dafür wird ein Google-Konto benötigt.) Im Merchant-Center können Sie Ihre Produktdaten hochladen und verwalten, sowie Beschreibungen, Preise und auch Absatzländer hinzufügen. Somit werden Kundinnen und Kunden nicht nur über das Produkt selbst, sondern auch diverse Kaufoptionen und den verfügbaren Online-Warenbestand informiert.

Unsere Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den Erstellungsprozess einer Shopping Ad.

In sechs Schritten zu Ihrer Shopping Ad:
  1. Zuerst erstellen Sie ein Konto im Google Merchant-Center. Während der Einrichtung des Kontos müssen Sie Ihre Website bestätigen und beanspruchen. Dieser Prozess besteht aus zwei Schritten: Beim Bestätigen müssen Sie nachweisen, dass Sie eine autorisierte Inhaberin/ ein autorisierter Inhaber der Website sind. Danach erst können Sie die Website beanspruchen, indem Sie die bestätigte URL mit dem Merchant-Center Konto verknüpfen.
  2. Laden Sie Ihre Produktdaten mittels eines Feed in das Merchant-Center hoch. Dieser Feed ist die Hauptkomponente für Ihre erfolgreiche Shopping-Kampagne. Er enthält wichtige Informationen zu Ihren Produkten, wie Beschreibung, Preis und Verfügbarkeit, welche in der Shopping-Anzeige vorkommen sollen. Diese Produktdetails können Sie im Merchant-Center eingeben und verwalten.  Achten Sie darauf, dass Ihre Daten hochwertig und von guter Qualität sind (z.B.: Bildqualität)
  3. Verknüpfen Sie nun ihr Google Merchant-Center mit Ihrem Google Ads Konto. Auch hier sind zwei Schritte notwendig: Im Merchant-Center klicken Sie auf Einstellungen – „Verknüpfte Konten“ und wählen Google Ads aus. Sie müssen nun Ihre Google Ads Konto-Kundennummer eingeben. Diese finden Sie im Google Ads Konto oben rechts, neben Ihrer E-Mail-Adresse. Danach klicken Sie auf „Verknüpfungsanfrage senden“.
  4. Erstellen Sie in Google Ads eine neue Kampagne mit dem Zielvorhaben „Umsätze“ oder „Leads“ und wählen Sie den Kampagnentyp „Shopping“ aus. Das Ziel „Umsätze“ beschert Ihnen im Idealfall Online-Käufe, das Ziel „Leads“ verhilft Ihnen zu Kontaktdaten potentieller Kundinnen und Kunden.
  5. Wählen Sie einen Namen, ein maximales Cost-per-Click-Gebot, Tagesbudget, sowie Absatzland für Ihre Kampagne aus. Hier finden Sie nähere Informationen zum Thema.
  6. Die Kampagne ist erstellt. Der nächste Schritt sind die Anzeigengruppen. Für Neueinsteiger in die Google Shopping-Welt empfehlen wir, mit der Produkt-Shopping Anzeige zu starten. Hierbei werden einzelne Produktanzeigen mithilfe der Informationen aus dem Google Merchant-Center-Konto erstellt. Google setzt diese Anzeige automatisiert zusammen.

Nach der Lernphase werden Sie erste, aussagekräftige Ergebnisse Ihrer Kampagne sehen. Wichtige KPIs, also Leistungskennzahlen ihrer Anzeige, sind neben den Impressionen, Klicks und Conversions auch der Anteil der möglichen Impressionen. Letztere KPI gibt Ihnen einen prozentuellen Überblick über die Seitenaufrufe, die sie erreicht haben im Vergleich zu wieviele Sie erreichen könnten. Das ist ein gutes Hilfsmittel für weitere Optimierungen. Behalten Sie die Leistung Ihrer Shopping-Kampagne immer im Auge und verbessern Sie sie stets. Viel Erfolg.

Bildquelle: Drazen – stock.adobe.com

Teilen auf:

Wer ein besseres Ranking für eine Website beziehungsweise für Website-Inhalte erzielen möchte, sollte die Funktionsweise der größten Suchmaschine zumindest in den Grundzügen verstehen. Vor diesem Hintergrund stellen wir Ihnen in diesem Beitrag die 13 wichtigsten Google-Rankingfaktoren vor.

Google-Rankingfaktoren sind komplexe Algorithmen, die zum Ziel haben, bei jeder Suchanfrage im Internet die relevantesten Ergebnisse in den SERPs (= Search Engine Result Pages) zu präsentieren. Hierbei greifen sie auf das Herzstück der Suchmaschine zurück – den Google-Suchindex, der wie ein Stichwortverzeichnis funktioniert und die wichtigsten Informationen über Milliarden von Webseiten enthält. In Bruchteilen von Sekunden werden unzählige Suchergebnisse in entsprechender Reihenfolge aufgelistet. Der Google-Suchindex bezieht seine Metadaten wiederum von sogenannten Web-Crawlern (auch Searchbots oder Spiders), die in kurzen Intervallen das World Wide Web durchsuchen und alle Inhalte analysieren. Diese Crawler besuchen eine Website, springen dabei von Link zu Link, registrieren Veränderungen im Content und senden alle Informationen an den Google-Server.

Google Rankingfaktoren

Insgesamt gibt es rund 200 Rankingfaktoren, die Google hinsichtlich des Rankings berücksichtigt. Diese beziehen sich beispielsweise auf die Qualität des jeweiligen Contents, die gesamte Website, Interaktionen der Nutzerinnen und Nutzer, Social-Media-Signale oder auch sogenannte Backlinks. Darüber hinaus kommen auch immer allgemeine Algorithmus-Regeln zur Anwendung: Suchmaschinen bemühen sich in den Suchergebnissen prinzipiell um eine hohe Domain-Vielfalt. Frischer Content kann daher gegenüber veraltetem Content bevorzugt werden. Auch das eigene Suchverhalten sowie der individuelle Browserverlauf beeinflussen, was am Bildschirm ausgespielt wird.

Gut zu wissen: Wenn Sie bei einer bestimmten Suchanfrage eine möglichst objektive Darstellung der Suchergebnisse haben möchten, müssen Sie in den Inkognito Modus wechseln. Andernfalls berücksichtigt der Browser Ihre Suchgewohnheiten beziehungsweise frühere Suchanfragen.

Ratgeber-Artikel mit realistischen Einschätzungen von anerkannten SEO-Experten, welche die wichtigsten Google-Rankingfaktoren sind, gibt es in Unmengen. Berücksichtigen sollte man jedenfalls: Je mehr Detailaspekte Sie im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung umsetzen, desto nachhaltiger spiegeln sich die Ergebnisse Ihrer Bemühungen in den Suchergebnissen wider. SEO ist im Übrigen ein wichtiges Werkzeug für erfolgreiches Content Marketing.

Die 13 wichtigsten Google-Rankingfaktoren 2022

Die nachfolgende Liste orientiert sich an einer Aufstellung von 13 entscheidenden Rankingfaktoren des international bekannten SEO-Experten Brian Dean:

1. Contentqualität

Das wichtigste zuerst: Wir schreiben für Menschen und nicht für Suchmaschinen. Darum gilt auch in der Welt der Suchmaschinenoptimierung: „Content is king.“ Wer also gute Inhalte erstellt, hat bereits mehr als die Hälfte des Weges hinter sich. Geht es um Contentqualität, ist vor allem eine Frage entscheidend: Stellt Ihr Content das zur Verfügung, wonach eine Userin oder ein User sucht?

Einer der sichersten Wege, um einen hohen Grad an Contentqualität zu erreichen, ist die Länge des Textes bei konstanter inhaltlicher Qualität. Je mehr Teilaspekte eines Themas behandelt werden, umso umfangreicher wird der Text, umso besser ist in der Regel auch die Keyword-Ausprägung und umso wahrscheinlicher wird die Suchintention der Seitenbesucherin oder des Seitenbesuchers befriedigt. Ferner ist auch eine logische Strukturierung des Textes wichtig für seine Qualität: Sie macht den Text einerseits lesefreundlich, andererseits helfen Sie auch Suchmaschinen durch Zwischenüberschriften (H2, H3, H4) vor den einzelnen Absätzen, die Logik des Textes zu erfassen.

Visual Content spielt hier neben der Textebene eine weitere zentrale Rolle in der Attraktivität des Contents. Videoformate werden hier zunehmend wichtiger, aber auch mit guten Fotos können Sie aus der Menge herausstechen. In unserem Artikel zum Thema Traffic steigern durch Visual Content finden Sie hierzu weiterführende Informationen.

2. Einzigartigkeit des Contents

Je unterschiedlicher die zuverlässigen Quellen sind, die für die Recherche herangezogen werden, desto einzigartiger ist für gewöhnlich auch der Content. Sogenannter „Duplicate Content“, also doppelte Internet-Inhalte à la Copy & Paste, werden von Google mit schlechteren Rankings abgestraft. Darüber hinaus kann sich die Einzigartigkeit auch durch das Thema beziehungsweise durch das Keyword ergeben: Je exotischer oder spezifischer die Themenwahl für Ihren Artikel, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass das Internet hierzu noch nicht viele Inhalte darbieten kann. Die eigene Erfahrung zu einem Thema kann außerdem niemand mit denselben Worten wiedergeben.

3. Indexierbarkeit

Für gute Rankings ist es unerlässlich, dass die ganze Website sowie alle Unterseiten von Searchbots gecrawlt und indexiert werden können. Hier geht es also darum, dass die Suchmaschine die inhaltlichen Zusammenhänge einer Website versteht, alle Inhalte zu diesem Zweck erfassen und bei entsprechenden Suchanfragen auch ausspielen kann.

Mit Hilfe der Google Search Console lassen sich Einstellungen in Bezug auf die Indexierbarkeit schnell und unkompliziert durchführen: Inhaberinnen und Inhaber von Websites können hier festlegen, wie ihre Website gecrawlt werden soll. Außerdem besteht die Möglichkeit, mittels Search Console bestimmte URLs erneut zu crawlen oder das Crawling für bestimmte Inhalte auch zu verhindern.

4. Mobile Optimierung

Wer sich darüber informiert, mit welchen Geräten Seitenbesucherinnen und Seitenbesucher auf eine Website gelangen, wird feststellen, dass viele Seitenaufrufe über mobile Endgeräte wie Smartphones erfolgen. Aus diesem Grund ist eine optimale Darstellung der Website auf einem Smartphone mindestens genauso wichtig wie die Darstellung am Desktopgerät. Responsive Webdesign, womit Webseiten auf allen Endgeräten optimal angezeigt werden kann, ist mittlerweile Standard.

5. Backlinks

Backlinks sind Link-Verweise, die von anderen Websites ausgehend auf Ihre Website verweisen. Durch diese „Zitate“ gewinnt die Ziel-Website in den Augen der Suchmaschine an Reputation ­– ähnlich wie in der Welt der Wissenschaft. Dadurch verbessert sich die sogenannte Domain-Autorität, die sich wiederum positiv auf das Ranking aller Unterseiten einer Website auswirkt. Gekaufte Backlinks führten in der Vergangenheit zu einem Ranking-Boost diverser Webseiten. Mittlerweile erkennt Google jedoch gekaufte Backlinks und straft die unlautere Methode rigoros ab.

6. Domain-Autorität

Der Rankingfaktor „Domain authority“ beschreibt, wie kompetent Google eine Website in Verhältnis zu einem Thema oder Fachgebiet einschätzt. Handelt eine Website ausschließlich über den Anbau von Lavendel und bietet hierzu jede Menge Content an, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Google dieser Website eine sehr hohe Domain-Autorität zu diesem Thema verleiht. In diesem Fall profitieren alle Beiträge einer Website von ihrer Domain-Autorität. Enthält die Domain außerdem das zentrale Keyword, beispielsweise „www.lavendel.at“, wirkt sich das ebenfalls positiv auf die Domain-Autorität aus. Neben den bereits besprochenen Backlinks ist aber auch die Qualität des Contents dafür ausschlaggebend.

7. Ankerlinks

Ankerlinks sind interne Links, die den Web-Crawlern Hinweise auf den verlinkten Inhalt geben. Sie sind zentrales Element der Linkstruktur einer Website. Aus diesem Grund sollten nur entsprechende und definierte Keywords mit der Zielseite verlinkt sein. Dadurch verbessert sich auch die Usability einer Website, da Ankerlinks den Userinnen und Usern helfen, sich durch die Website zu navigieren.

8. Ladegeschwindigkeit der Seite

Einer der wichtigsten Aspekte in Bezug auf die Ladegeschwindigkeit einer Seite ist für gewöhnlich die Größe der Bilddateien. Aus diesem Grund definieren Betreiberinnen und Betreiber einer Website oder eines Blogs einheitliche Bildformate. Aber auch andere Aspekte können die Geschwindigkeit Ihrer Website beeinflussen. Ein umfangreiches Tool, mit denen Sie zielgenau Verbesserungen vornehmen können, ist PageSpeed Insights.

9. Verwendung von Keywords

Jeder Text, der gute Rankings erreichen möchte, muss die entsprechenden Keywords enthalten, für die er ranken möchte. Diese sollten auf natürliche Weise im Text eingestreut sein: Hier sollte man zwischen Keyword-Stuffing und dem Auslassen relevanter Keywords den goldenen Mittelweg finden. Ein eigenes Thema ist neben der Verwendung auch das Aufspüren wichtiger Keywords. Näheres zum Thema finden Sie auch in unserem Beitrag SEO: So gelingt die Keyword-Recherche.

10. Google RankBrain

Google RankBrain ist erstmals 2015 zum Einsatz gekommen, um alle neuartigen und nie dagewesenen Suchanfragen (rund 15 % aller Suchanfragen) zu beantworten. Zu diesem Zweck greift das System auf Machine Learning und Künstlicher Intelligenz zurück: RankBrain errät eigenständig die Semantik einer Suchanfrage aufgrund von ähnlichen, bereits getätigten Suchanfragen. Laut Google handelt es sich um einen der wichtigsten Google Rankingfaktoren, welcher inzwischen bei jeder Suchanfrage im Hintergrund unterstützend mitarbeitet.

11. Suchintention befriedigen

Google erkennt, wenn Userinnen und User sich durch die Ergebnisse durchklicken („Pogosticking“). Sobald ein Ergebnis den Vorstellungen der Userin beziehungsweise des Users entspricht, weil er auf dieser Seite längere Zeit verweilt und interagiert, wird dieses Suchergebnis bei derselben Suchanfrage beim nächsten Mal ein besseres Ranking beanspruchen können.

Ob die Suchintention befriedigt wird oder nicht, erkennen Sie unter anderem an der Bounce Rate. Diese beschreibt, wie lange eine Userin beziehungsweise ein User auf der Website verweilt, ehe sie „abspringt“. Näheres zu diesem Thema können Sie auch in unserem Beitrag Bounce Rate ­– verstehen und verbessern nachlesen.

12. Content Freshness

Frischer Content kann für ein bis zwei Tage bessere Rankings erzielen. In dieser Anfangsphase beobachtet Google nämlich, wie Userinnen und User auf den Inhalt reagieren. „Freshness“ ist allerdings auch Monate später ein Thema, da auch ein älterer Beitrag aktuell sein beziehungsweise aktualisiert werden kann.

In diesem Zusammenhang empfehlen Content Marketer die Produktion von sogenanntem „Evergreen Content“. Hierbei handelt es sich um Artikel, die nicht in besonderer Weise zeitgebunden sind und mit Hilfe von gelegentlichen Nachbesserungen nichts an Aktualität einbüßen. In Zusammenhang mit Evergreen Content sollte daher beispielsweise vermieden werden, Jahreszahlen in der URL zu verwenden. Ein Artikel zu Sonnenbrillen-Trends kann so jedes Jahr angepasst und mit der entsprechenden Jahreszahl im Titel und in der Meta Description ausgestattet werden.

13. E-A-T

E-A-T sind von Google definierte Indikatoren, die unterschiedliche Rankingfaktoren umfassen und daher als abstrakte Kategorien zu verstehen sind. Die Abkürzung steht für Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (Englisch: Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Dieser Rankingfaktor ist vor allem für sogenannte YMYL-Themen („Your Money or Your Life“) ausschlaggebend: Gemeint sind hier Finanz- und Rechtsthemen sowie Gesundheitsthemen.

Konkret bedeutet E-A-T, dass Google etwa einen Artikel zum Thema Diabetes besser bewertet, wenn dieser von einer Ärztin beziehungsweise von einem Arzt verfasst wurde. Da es sich hier um Fachgebiete handelt, in denen Fehlinformationen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können, werden verschiedene Faktoren wie zum Beispiel die Domain-Autorität oder eben auch die Qualifikation der Autorin oder des Autors in das Ranking miteinbezogen.

Bildquelle: pexels.com

Teilen auf:

Eine gute Content-Strategie trägt maßgeblich dazu bei, ob sich ein Unternehmen etablieren kann oder nicht. Das wussten Sie bereits? Dann zeigen wir Ihnen nun, welche Möglichkeiten es gibt, Ihrer bestehenden Content-Strategie durch Plattformen wie TikTok neuen Aufwind zu verleihen.

Wer sind die „Newcomer“?

Etablierte Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, LinkedIn oder Twitter, die bereits einen zentralen Platz in der Content Strategie vieler Unternehmen einnehmen, bekommen durch die Schnelllebigkeit der digitalen Welt und das Auftreten neuer, moderner Plattformen immer mehr Konkurrenz. Ganz vorne dabei ist die Social Media App TikTok. Bei den unter 18-Jährigen schaffte es die Videoplattform heuer laut Jugend-Internet-Monitor von Saferinternet.at sogar auf den fünften Platz und das noch vor dem Social Media Giganten Facebook. Die Nachfolge-App der vor einigen Jahren beliebten Applikation „musical.ly“ ist eine der schnellsten wachsenden Social-Media-Plattformen weltweit. Laut dem österreichischen Jugend-Internet-Monitor 2021 hat auch die Pandemie ihr Wachstum weiter beflügelt. Mittlerweile nutzen 57 Prozent der 11 bis 17-jährigen das Kurzvideo-Portal – das bedeutet eine 15-prozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der Großteil der TikToker gehört jedoch der Generation Z an und ist deshalb hauptsächlich für Unternehmen interessant, die eine jüngere Zielgruppe ansprechen wollen. Durch die originellen und schnelllebigen Kurzvideos – der Grund für den Hype um TikTok – besuchen Userinnen und User die App dafür aber mehrmals pro Tag und verweilen länger. Das macht die Plattform für Marketer besonders attraktiv.

Worauf kommt es beim TikTok-Marketing an?

Da bislang erst wenige Firmen TikTok als Marketing-Plattform nutzen, ist die Werbeflut noch überschaubar und die Community empfänglicher für Unternehmens-Content. Außerdem ist nicht die Zahl der Followerinnen und Follower eines Accounts, sondern die Menge an Interaktionen in der ersten Stunde entscheidend dafür, wie gut oder schlecht ein Beitrag gereiht wird. So ist es möglich, dass ein Video eines noch gänzlich unbekannten Accounts „viral geht“.

Humor und Empathie genauso wie „Challenges“, also Inhalte zum Mitmachen und Teilen, kommen bei den Userinnen und Usern besonders gut an. Die deutsche Getränkemarke Punica erreichte mit ihrem #PunicaDance in kürzester Zeit 40 Millionen Views und 35.000 User luden ihr eigens Tanzvideo dazu hoch. Zu Recht wird es deshalb als „Best Practice“-Beispiel im Social Media Marketing auf TikTok gehandelt. Bei TikTok-Inhalten ist es nicht die Perfektion, die zählt – etwas mehr Arbeit in die Produktion Ihrer 15 bis 60-sekündigen Kurzvideos zu stecken, lohnt sich aber durchaus. Der Kreativität sind auf dieser Social-Media-App kaum Grenzen gesetzt. Ein Grund mehr für den Hype um die Video-Spielwiese.

Welche Werbeformate gibt es?

Bis Anfang Juli vergangenen Jahres waren derartige Videos in Österreich allerdings die einzige Möglichkeit auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen – offizielle Werbeformate gab es nicht. Mitte des vergangenen Jahres 2020 gingen jedoch bereits die ersten Ad-Optionen (Ad-Formate „Top View“ und „Top View Lite“) für die Schweiz und Österreich online. Knapp ein Jahr später, Ende Mai 2021, wurde das Angebot für Österreichs Werbetreibende „TikTok For Business“ vollumfänglich geöffnet. „Top View“ und „Top View Lite“ sind jene Formate, die bereits 2020 zur Verfügung standen. In beiden Fällen startet die Werbung im Vollbildmodus, direkt beim Öffnen von TikTok. Unterschied ist neben dem Preis, dass die Videos bei der Lite-Variante kürzer sind und ohne Ton starten. Die Aufmerksamkeit ist daher geringer. Das Erscheinungsbild beider Varianten ähnelt einer Story-Ad bei Instagram. Eine andere Möglichkeit sind die von anderen Social-Media-Plattformen bekannten „In-Feed Video Ads“, die zwischen den Postings der Freunde aufscheinen und somit weniger prominent, dafür kostengünstiger sind.

Gerade auf TikTok dürfen jedoch auch bezahlte Ads in der Form von Challenges nicht fehlen. In der Vollversion von „TikTok for Business“ besteht neben den klassischen Video-Ads auch die Möglichkeit, sogenannte „Branded Hashtag Challenges“ zu kreieren. Grob gesagt, soll dabei durch viele individuelle Videos von Userinnen und Usern zur jeweiligen Challenge, die auf einer speziellen Challenge-Seite zusammenfließen, eine Massenpräsenz erzielt werden. Die Variante „Branded Hashtag Challenges PLUS“ fügt dem Werbeformat noch zusätzlich eine „Entdecken“-Registerkarte hinzu, über die die beworbenen Produkte direkt gekauft werden können.

Ein Beispiel: Der Sporthändler Sports Direct machte in Großbritannien Werbung für neue PUMA-Schuhe. Unter dem Hashtag #FlashofFuture erstellten sie eine Challenge auf TikTok, bei der Userinnen und User Videos ihrer Fußball-Tricks und anschließendem Jubel hochluden. Neben prominenten Ersteller-Videos als Start wurde außerdem ein Treffen mit einem PUMA-Fußballer in Aussicht gestellt. Zudem schaltete Sports Direct eine „Top View Lite“-Anzeige, mehrere In-Feed-Ads, ein Markenbanner auf der Entdecken-Seite und fügte die Shopping-Option („Entdecken“-Registerkarte) hinzu. Als Extra wurde die Werbe-Challenge mit einem speziell kreierten Soundtrack und einem Branded Effect, also einem Filter, der das Logo der Marke in den Mittelpunkt rückt, ergänzt. Damit erzielte Sports Direct 1,46 Millionen Challenge-Seitenaufrufe und 154 Millionen Videoaufrufe, generierte 113.000 Videos von Userinnen und Usern und steigerte die Followerzahlen von Sports Direct um 280%.

Erleichterung mit dem Ads Manager

Bislang war der größte Unterschied und Nachteil dieser Werbeformate zu jenen auf anderen Kanälen, dass in Österreich der TikTok Ads Manager, ähnlich dem Facebook Business Manager, noch nicht zur Verfügung stand. Sowohl Unternehmens-Profil, als auch sämtliche Werbeanzeigen liefen vergleichsmäßig zeitaufwändig über das Agency Team der Social-Media-App. Mit dem Launch von „TikTok for Business“ im Mai 2021 wurde Österreichischen Marketern aber schlussendlich auch der Ads Manager der Plattform eröffnet. So können Unternehmen per Selbstbedienung eigene Kampagnen erstellen und ihre Performance mithilfe des TikTok-Analytics-Dashboards überwachen. Damit funktioniert Marketing auf TikTok nun ähnlich einfach jenem auf Facebook, Instagram und Co.

Bildquelle: Farknot Architekt - stock.adobe.com
Teilen auf:

Sie möchten eine Kooperation mit einer bekannten Persönlichkeit aus den sozialen Medien starten, wissen aber noch nicht, ob dies für Sie Sinn macht? In diesem Blogbeitrag wollen wir Sie an die Herkunft von Content Marketing in Verbindung mit Influencerinnen und Influencern vorsichtig heranführen und Ihnen einen ersten Überblick zum Thema verschaffen.

Die Marketingstrategien vieler österreichischer Unternehmen befinden sich zunehmend im Wandel. Produkte, Dienstleistungen sowie Plattformen werden auch durch die aktuelle Coronakrise noch mehr über unterschiedliche Soziale Medien beworben. Um Reichweite zu generieren und mehr Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema zu schaffen, greifen zahlreiche Unternehmen zu bekannten Gesichtern mit vielen Followern und machen diese zu ihren Werbebotschafterinnen und Werbebotschaftern. Es handelt sich hierbei um Influencerinnen und Influencer, die meist über Blogs, Instagram, YouTube oder Pinterest anhand von Produktempfehlungen und eigenen Erfahrungsberichten einen großen Einfluss auf das Konsumentenverhalten ausüben. Das Netz wird – metaphorisch gesprochen – zum Lagerfeuer 2.0, an dem Follower zusammensitzen und die geteilten Inhalte jeden Tag mitverfolgen.

Neue Formen des Empfehlungsmarketing

Damit eine Produktplatzierung durch die starke Werbeüberflutung nicht automatisch vom Gehirn ausgeblendet wird, wurde die altbewährte Handelstaktik über Mundpropaganda neu interpretiert und mit einem Werbegesicht ausgestattet. Et voilà: Empfehlungsmarketing über Influencerinnen und Influencer wurde geschaffen!

Der Begriff Empfehlungsmarketing (engl. Word-of-Mouth-Marketing) ist eine Verkaufsmethode, die es eigentlich schon immer gab. In der Urzeit diente das Lagerfeuer insbesondere als Ort der Kommunikation. Hier fand der Erfahrungsaustausch am Ende des Tages statt. Persönliche Empfehlungen von bestehenden und relevanten Kontakten waren damals, wie auch heute, prägend.

Warum sind heutzutage Produktempfehlungen und Erfahrungsberichte mit Influencerinnen und Influencern so vorteilhaft? Sie sind deshalb so wichtig, da Ihre Inhalte in vielen Fällen massenhaft geteilt und dieser Einfluss für das Unternehmen genutzt werden kann. Im Gegenteil zum analogen Zeitalter, kann man über ein digitales Lagerfeuer die Konsumentinnen und Konsumenten in der Nische erreichen. Die Followerin oder der Follower sitzt nicht gezwungenermaßen mit allen an einem Lagerfeuer, sondern wählt sich gezielte Personen jeweils nach Interessen und aktueller Lebenslage aus und folgt diesen. Somit gelangen themenrelevante Inhalte an das richtige Zielpublikum. Der Streuverlust ist gering!

Den passenden Influencer finden

Um einen Überblick zu bekommen, welche Influencerinnen oder welche Influencer die eigene Marke am besten vertreten, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Passt diese Influencerin oder dieser Influencer zum Kommunikationsziel?
  • Gefällt der geteilte Inhalt der Influencerin oder des Influencers meiner Zielgruppe?
  • Entspricht die Audience der Meinungsbildnerin oder des Meinungsbildners meiner Marke?
  • Passen die Werte dieser Personen mit jenen des Unternehmens zusammen?
  • Kann diese Person eine authentische und persönliche Empfehlung für meine Marke abgeben?

Eine durchdachte Strategie

Eine große Falle, in die viele Unternehmen tappen, ist der Mangel an Authentizität. Leider wiederholen sich Werbebotschaften sehr oft. Daher hinterfragen immer mehr Followerinnen und Follower diese bezahlten Werbekooperationen. Fühlen sich nun zusätzlich die geteilten Inhalte nur noch wie „Copy and Paste“ Werbekampagnen an, wird schnell auf die „Entfolgen“-Taste gedrückt. Das Produkt wird automatisch mit einem negativen Beigeschmack im Unterbewusstsein gespeichert und verwandeln den gemütlichen Lagerfeuerplausch vielmehr in ein vernichtendes Feuer. Doch wie kann man diese Situation vermeiden?

Der Mehrwert und die Relevanz der Inhalte sind für Nutzerinnen und Nutzer Voraussetzung. Nur qualitativ hochwertige und nützliche Informationen lösen eine Welle an Weiterempfehlungen aus. Daher ist es ratsam, für die Inhalte und die Inhaltsplanung immer genügend Zeit einzuplanen und auf die Qualität zu achten. Der Kaufentscheidungsprozess ist komplex. Deshalb kann man auf der Suche nach Aufmerksamkeit nur Erfolge erzielen, wenn man durchdacht handelt. Durch unterschiedliche und passende Persönlichkeiten kann man dem Unternehmen Charakter verleihen sowie den Konsumentinnen und Konsumenten in Erinnerung bleiben. Gezielt mit Meinungsführerinnen und Meinungsführern zu kommunizieren, ergibt die Möglichkeit, Inhalte zielgruppenspezifisch zu verbreiten. Umso wichtiger ist es, das eigene Ziel nie aus den Augen zu verlieren!

Nur so kann man gemeinsam ein digitales Lagerfeuer schaffen, an dem sich die gewünschte Zielgruppe wohlfühlt, sich austauscht und die Tipps auch gerne weiterempfiehlt. Aus einem Nutzfeuer können plötzlich mehrere entstehen und für beide Seiten Vorteile schaffen. Eine Win-Win-Situation, die, wenn gut durchdacht, authentische und glaubwürdige Inhalte schafft.


Bildquelle: G-Stock - Adobe Stock
Teilen auf:

In diesem Beitrag wollen wir uns dem Thema Content Marketing etwas fortgeschrittener widmen, beginnend mit der Frage, wie durch die Wahl der richtigen Keywords ein hohes Ranking der eigenen Inhalte in der Google Suche erreicht werden kann.

Ein wichtiger Faktor ist hierbei die „Keyword-Recherche“. Darunter verstehen wir ein Set von Techniken inklusive des Einsatzes entsprechender Tools, um die richtigen beziehungsweise besten Suchworte und -phrasen zu identifizieren. Ideal sind in diesem Fall Worte oder Phrasen, die Userinnen und User verwenden würden, wenn Sie genau nach jenen Inhalten suchen, die auf der entsprechenden Webseite angeboten werden. Für diesen Artikel könnte das etwa sein: „Keyword-Recherche leicht erklärt“.

Die richtigen Suchbegriffe finden

Das bringt uns zur zentralen Aufgabenstellung in der Keyword Recherche: Zu verstehen und zu durchschauen, wie Userinnen und User ticken, wenn sie suchen. Diese Sichtweise ist uns schon beim Thema Customer Journey begegnet und tatsächlich ist Keyword-Recherche eine wichtige Methode beim Versuch, Userinnen und User an möglichst vielen Touch-Points abzuholen.

Nehmen wir die Top-Suchbegriffe auf Google im Jahr 2019 (für Österreich): Die Plätze 1-4 („Strache“, „Notre Dame“, „Dominic Thiem“ und „EU-Wahlergebnisse“) sind vor dem Hintergrund der Nachrichtenlage gut erklärbar. Nummer 5: „iPhone 11“. Anzunehmen gewesen wären Suchbegriffe wie „iPhone 11 kaufen“ oder „iPhone 11 neue Funktionen“, aber bloß „iPhone 11“? Würde jemand, der Allgemeines über das iPhone 11 wissen will, nicht einfach auf die Apple Homepage gehen und sich informieren? Offenbar eher weniger.
Was ist eigentlich das Suchergebnis von „iPhone 11“? An erster Stelle Apple selbst, gefolgt von den üblichen Verdächtigen in E-Commerce und Mobilfunk; die Plätze 1-20 zeigen eigentlich keine Überraschungen. Bei „iPhone 11“ handelt sich um ein sogenanntes „Short-Tail Keyword“, das sind sehr allgemeine, sehr häufig verwendete Suchwörter. Und auch sehr unspezifische, denn sie lassen kaum Rückschlüsse zu, was die Userin/den User zu seiner Suche bewegt hat.

In dem Zusammenhang wird auch gerne das Bild des „Funnels“ (Trichter) herangezogen: Oben kommen in den Trichter alle Userinnen und User rein, die ein bestimmtes Thema verfolgen (Aufmerksamkeit/“Attention“). Nach unten verdichtet sich dann die Motivlage und das Involvement – aus Attention wird Interesse („Interest“), schließlich Verlangen („Desire“). Das klassische AIDA Modell, an dessen Ende beim Ausgang des Trichters, die Action, also meist ein Kauf, steht. Personen, die Short-Tail Keywords verwenden, stehen meist ganz oben im Funnel.

Was nicht ausschließt, dass ein kleiner Teil von ihnen sehr schnell kaufbereit ist. Deshalb machen solche Keywords für Angebote Sinn, die eine entsprechende Breite von möglichen Motiven abdecken können – wie die großen E-Commerce Shops. Amazon, MediaMarkt und Co bieten umfassende Informationen zum iPhone, User-Ratings und Vergleiche, dazu Top-Preise und gegebenenfalls sogar Service. Wer also nach „iPhone“ sucht, ist bei diesen Playern heiß begehrt, egal wie stark die Kaufintention der Person tatsächlich schon ausgeprägt ist. Hauptsache, sie landet erst mal im eigenen Shop und kann mit Tracking-Cookies, Newsletter und Social Media auf ihrer User-Journey begleitet und beeinflusst werden.

Für die meisten Unternehmen machen „Short-Tail“ Keywords nur wenig Sinn. Sie sind besser beraten, sich mit „Mid-Tail“ und „Long-Tail“ Keywords zu beschäftigen – etwa: „iPhone Display austauschen“. Diese sind weit spezifischer und lassen wesentlich besser auf das Suchmotiv der Userinnen und User schließen.

Tools zur Keyword-Recherche

Google stellt mit dem Keyword Planer ein kostenloses Tool zur Verfügung, das dabei unterstützt, sich einen Überblick über verfügbare und relevante Keywords zu verschaffen, inklusive Zahlen über die Häufigkeit ihrer Verwendung in Suchen.
Daneben gibt es unzählige weitere Software für die Keyword-Planung, etwa Ubersuggest oder Keyword.io. Neben Analyseinformation helfen diese mit Thesaurus Funktion auch bei der Suche nach inhaltlich passenden Sprachvarianten, also etwa „iPhone 11 Display reparieren“ oder „iPhone 11 Bildschirm kaputt“.

Fazit: Bei der Recherche und Festlegung von Keywords steht jedenfalls der Leitgedanke des Content Marketing im Vordergrund: Es geht immer um die Userin/den User. So sollten nicht nur Marketers denken, so denken vor allem die Software Genies von Google. Mit ihren Artificial Intelligence Algorithmen sind diese nämlich längst in der Lage, die tatsächliche Bedeutung eines Keywords für einen Text zu beurteilen und diesen entsprechend weit vorne (oder hinten) im Suchergebnis zu zeigen. Womit es letztlich auf den Inhalt selbst ankommt.

Bildquelle: 2019 JOSEP SURIA - Adobe Stock, unsplash.com

 

Teilen auf: